Bevor ich Schwangerschaftsdiabetes hatte, bin ich meistens einfach aus dem Haus gegangen. Handy. Schlüssel. Vielleicht noch Lippenpflege. Mehr brauchte ich normalerweise nicht 😄
Mit der Diagnose hat sich das plötzlich komplett verändert. Denn irgendwann hatte ich ständig das Gefühl, auf alles vorbereitet sein zu müssen. Vor allem unterwegs. Was passiert, wenn mein Blutzucker absackt? Wenn ich nichts Passendes zu essen finde? Wenn sich ein Termin plötzlich zieht? Also wurde meine Tasche irgendwann zu einer kleinen Notfallausrüstung 🤍
Mein Blutzuckermessgerät war plötzlich immer dabei
Das Offensichtlichste zuerst:
Mein Messgerät mit Zubehör.
Am Anfang fand ich das ehrlich gesagt ziemlich belastend. Dieses ständige Erinnern daran, dass jetzt plötzlich alles mit Essen, Werten und Kontrolle zu tun hat. Trotzdem war ich irgendwann froh, es dabeizuhaben. Gerade unterwegs hat mir das oft Sicherheit gegeben. Und außerdem muss man auch unterwegs messen…
Proteinriegel waren mein absoluter Lebensretter
Egal ob Arzttermine, Autofahrten oder spontane Erledigungen — irgendwann hatte ich immer irgendeinen Proteinriegel dabei. Nicht unbedingt, weil ich ständig Hunger hatte. Sondern weil ich Angst davor hatte, plötzlich keine „gute“ Option zu finden. Gerade am Anfang hat mich das unglaublich gestresst. Dieses Gefühl, unterwegs ständig Essen mitdenken zu müssen. Mit der Zeit wurde es aber einfach Routine.
Und ehrlich gesagt haben mir diese kleinen vorbereiteten Snacks mental oft genauso geholfen wie körperlich. Und mit der Zeit wusste ich genau, dass ich am Nachmittag ein kleines Blutzuckertief bekomme und einfach eine Kleinigkeit essen musste.
Wasser war plötzlich viel wichtiger
Ich hatte sowieso schon viel Durst durch die Schwangerschaft. Mit Schwangerschaftsdiabetes habe ich aber noch mehr darauf geachtet, genug zu trinken. Deshalb hatte ich fast immer eine große Wasserflasche dabei. Klingt banal — hat für mich aber tatsächlich einen Unterschied gemacht.
Traubenzucker nur für den Notfall
Gerade gegen Ende der Schwangerschaft hatte ich manchmal eher Probleme mit zu niedrigen Werten. Deshalb hatte ich irgendwann auch immer etwas Traubenzucker oder einen kleinen schnellen Snack dabei. Auch wenn ich ihn zum Glück nur selten wirklich gebraucht habe.
Essen unterwegs wurde plötzlich komplizierter
Was mich am meisten überrascht hat: Wie viel mentale Energie Schwangerschaftsdiabetes im Alltag kostet. Man denkt plötzlich ständig nach:
„Was esse ich später?“
„Gibt es dort etwas Passendes?“
„Wie lange bin ich unterwegs?“
„Brauche ich vorher noch einen Snack?“
Dinge, über die ich früher niemals nachgedacht hätte. Gerade spontane Situationen haben mich am Anfang oft gestresst.
Irgendwann wurde es trotzdem normal
Mit der Zeit hatte ich meine kleinen Routinen.
Messgerät.
Snack.
Wasser.
Alles dabei.
Und irgendwann musste ich nicht mehr ständig darüber nachdenken. Es wurde einfach Teil meines Alltags. Nicht unbedingt angenehm. Aber vertraut.
Mein Fazit
Was ich während Schwangerschaftsdiabetes gelernt habe: Vorbereitung nimmt unglaublich viel Stress raus. Gerade unterwegs hat es mir geholfen, immer ein paar Kleinigkeiten dabeizuhaben, damit ich mich nicht ständig unter Druck gesetzt fühle. Und manchmal reicht genau das schon, um sich ein kleines bisschen sicherer zu fühlen 🤍

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